Der König der Planeten

Derzeit sind die Beobachtungsbedingungen für Jupiter ganz hervorragend. Der Abstand zwischen Erde und Jupiter ist besonders gering, da wir den Gasriesen gerade auf unserer weiter innen gelegenen Bahn überholen. Das führt dazu, dass er am Himmel besonders hell und im Teleskop besonders groß erscheint.

Außerdem ist Jupiter schon am Himmel, wenn es abends dämmert, sodass er mit als erster Leuchtpunkt am Himmel zu sehen ist, wenn es dunkel wird. So eine auffällige Erscheinung ist mit dem Teleskop schnell eingefangen.

An diesem Samstag war für den Nachmittag auch eine Sonnenbeobachtung geplant. Leider zeigte sich die Sonne immer nur ganz kurz, sodass wir keine Chance hatten, einen Blick auf die Sonnenflecken zu werfen. Um so mehr freuten wir uns, als pünktlich zur Dämmerung die Wolkendecke verschwand und den Blick auf den Sternenhimmel freigab.

Und so öffneten wir schnell die Kuppel und richteten den Hoffmeister Refraktor auf Jupiter aus. Gemeinsam mit etlichen Besuchern bestaunten wir den Planeten und seine Streifen.

Auch der Große Rote Fleck war zu sehen. Er befand sich genau in der Mitte des einen dunklen Bandes der Jupiteratmosphäre. Insgesamt waren zwei dunkle Streifen deutlich zu sehen.

Wer den Blick wieder von Jupiter lösen konnte, entdeckte auch noch 4 seiner Monde, zwei links und zwei rechts vom Planeten. Die beiden Monde auf der im Teleskop linken Seite rückten dabei im Laufe des Abends immer näher aneinander heran, bis man sie kaum noch auseinanderhalten konnte.

Mit dem Teleskop ging es nun auf die Reise zum Sternhaufen der Plejaden. Diese Sterne sind mit 100 Mio Jahren noch sehr jung und befreien sich gerade von dem sie umgebenden Gasnebel.

In einer anderen Region ist der Gasnebel noch sehr dominant, im Orionnebel M42, dem "Schwert" im Sternbild Orion. Dort entstehen in 1350 Lichtjahren Entfernung gerade viele neue Sterne. EInige sind schon zu sehen, andere verstecken sich noch in der großen Gaswolke.

Nach dem Besuch weiterer Sterne und Sternhaufen kehrten wir zu Jupiter zurück und sahen, dass die beiden Monde auf der linken Seite inzwischen wieder etwas Abstand zueinander hatten.

Der Große Rote Fleck war nun nicht mehr mittig, er wanderte auf den Jupiterrand zu. Wir hatten großes Glück, dass er genau zu der Zeit auf der Vorderseite von Jupiter herumwirbelte, als wir gerade am Teleskop waren.

Wir hoffen, der Abend hat allen Besuchern genauso gut gefallen wie uns! Wir freuen uns immer über Mitbeobachter. Die nächste Gelegenheit bietet sich am Mittwoch ab 20 Uhr und dann wieder am Samstag, den 2.4. zum Themenabend "Jupiter und seine Monde", auch ab 20 Uhr.

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