Aus der Wüste in den Kosmos: Instrumente für das Paranal-Observatorium in Chile

Datum
10.10.2022
Beginn
19:00 Uhr
Ort
Astronomiemuseum
Referent
Dr. Silvia Scheithauer
Institut
Max-Planck-Institut für Astronomie
Voranmeldung
Keine Voranmeldung notwendig

Das Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) in Heidelberg entwickelt und baut seit jeher astronomische Instrumente, die an großen Teleskopen oder auch vom Weltraum aus das Universum beobachten.
Der Vortrag begleitet die Entwicklung, den Aufbau und die Inbetriebnahme von am MPIA gebauten Instrumenten am ESO Paranal Observatorium in Chile. Auf dem ESO Paranal Observatorium in der Atacama-Wüste gibt es vier große Spiegelteleskope (VLT - Very Large Telescope), an die viele verschiedene Instrumente angeschlossen sind. In der trockenen Wüste, fernab vom Licht der Städte, sind die Beobachtungsbedingungen besonders gut aber es gibt immer noch die Luftunruhe, welche zu unscharfen Bildern führt. Daher nutzt man die sogenannte 'Adaptive Optik', mit der man dies ausgleichen kann. Dafür wird das am Teleskopspiegel ankommende Licht, die sogenannte Wellenfront, mit einem 'Wellenfrontsensor' vermessen und durch einen deformierbaren Spiegel werden die Störungen ausgeglichen. Am MPIA in Heidelberg sind vier solcher Wellenfrontsensoren gebaut worden und arbeiten seit 2016 erfolgreich auf dem Paranal Observatorium.

Zur Person:
Dr. Silvia Scheithauer arbeitet seit über 15 Jahren am MPIA an astronomischen Instrumenten für Weltraumsatelliten und für bodengebundene Teleskope als Systemingenieur und Projektmanager.

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