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Wichtige Ereignisse aus Astronomie, Forschung und Raumfahrt
starb Wolfgang Wenzel
Nach dem Abitur 1948 nahm er zunächst eine Stelle an der Sternwarte Sonneberg als Praktikant (wissenschaftlicher Hilfsrechner) an. Von 1949 bis 1953 studierte er an der Friedrich-Schiller-Universität Jena Astronomie und Mathematik.
Als Diplom-Astronom kam er nach Sonneberg zurück und beschäftigte sich mit jungen veränderlichen Sternen. Zunächst bestimmte er den Wechsel der Lichtintensität dieser Sterne mit Hilfe von Fotoplatten, beschäftigte sich jedoch bald mit den Möglichkeiten der lichtelektrischen Photometrie, um genauere Messwerte zu erhalten. Unter seiner Leitung wurden lichtelektrische Photometer konstruiert, gebaut und jahrzehntelang genutzt.
Nach dem Tod von Cuno Hoffmeister, dem Gründer und langjährigen Direktor der Sternwarte Sonneberg, und deren Eingliederung in das neugegründete Zentralinstitut für Astrophysik (ZIAP) wurde Wenzel 1968 wissenschaftlicher Arbeitsleiter, verantwortlich für die Organisation der Forschungsarbeiten an der Sternwarte Sonneberg.
1969 konnte er unter großem Kampf die Schließung der Sternwarte verhindern. Um eine zeitliche Lücke im Sonneberger Fotoplattenarchiv zu verhindern, missachtete er unter Anwendung zivilen Ungehorsams ein Beobachtungsverbot an den großen Teleskopen der Sternwarte
Der Asteroid (58607) Wenzel wurde am 7. April 2005 nach ihm benannt.
Start von DSCOVR
Das Deep Space Climate Observatory (deutsch: Klimaobservatorium im tiefen Weltraum), abgekürzt DSCOVR, ehemals Triana, ist ein Weltraumobservatorium zur Beobachtung bestimmter Aspekte des Sonnen- und Erdklimas und ein Vorwarnsystem für geomagnetische Stürme.
DSCOVR startete am 12. Februar 2015 mit einer Falcon-9-Trägerrakete von Cape Canaveral in Florida. 110 Tage nach dem Start erreichte der Satellit seine vorgesehene Position im All zwischen Erde und Sonne.
L1 ist von der Erde aus gesehen 1,5 Millionen Kilometer in Richtung Sonne entfernt. Hier können Satelliten mit geringem energetischem Aufwand für die Positionierung gemeinsam mit der Erde die Sonne umrunden. Von seinem Einsatzort kann DSCOVR unser Tagesgestirn und unsere Erde ständig im Blick behalten.
DSCOVR ermittelt mit einem Plasma-Magnetometer die Stärke und die Richtung des Sonnenwinds mit sehr hoher zeitlicher Auflösung. Seine Messungen sollen auch dazu dienen, vor geomagnetischen Stürmen zu warnen, die auf der Erde schwere Probleme bei Satelliten, Starkstromnetzen, GPS und Kommunikationssystemen auslösen können.
Da die geladenen Teilchen von der Sonne sich langsamer bewegen als die Funksignale des Satelliten, kann DSCOVR, den die Sonnenwinde vor der Erde erreichen, die Erde vorwarnen. In dieser Aufgabe soll er Nachfolger des 1997 gestarteten NASA-Satelliten Advanced Composition Explorer werden.
Erste Landung auf einem Asteroiden (NEAR Shoemaker auf Eros)
Meilenstein: Erste Landung auf einem Asteroiden
NEAR Shoemaker war eine US-amerikanische Raumsonde, die 1996 zur Erforschung des Asteroiden Eros gestartet wurde. NEAR ist die Abkürzung für Near Earth Asteroid Rendezvous (deutsch Rendezvous mit erdnahem Asteroiden); den Zusatznamen „Shoemaker“ erhielt die Sonde im Jahr 2000 nach dem Tod des führenden Geo- und Planetologen Eugene Shoemaker.
NEAR verließ die Erde am 17. Februar 1996 auf einer Delta-II-Rakete. Bereits im März 1996 konnte die Sonde einige Bilder des Kometen Hyakutake aus großer Entfernung übersenden. Ein Vorbeiflug am Asteroiden Mathilde fand am 27. Oktober 1997 statt. Der Abstand betrug 1.200 km. Die Sonde übermittelte einige Bilder. Der Einschuss in einen Orbit um den Asteroiden Eros misslang zunächst zum Jahreswechsel 1998/1999.
Ein Jahr später als geplant, am 14. Februar 2000, erreichte NEAR den gewünschten Orbit um Eros. Die Sonde war damit der erste Asteroiden-Orbiter in der Geschichte der Raumfahrt. Im Laufe der folgenden Monate wurde der Asteroid eingehend erforscht. Die Umlaufbahn wurde von 350 km auf bis zu 50 km abgesenkt. Nach einem Jahr im Orbit um Eros landete die Sonde am 12. Februar 2001 erfolgreich auf der Oberfläche des Asteroiden. Auch dies war ein Novum in der Raumfahrt, da sie gar nicht für eine Landung ausgelegt war. Noch bis zum 28. Februar 2001 übermittelte die Sonde Daten von der Oberfläche des Asteroiden, danach brach der Kontakt ab, da die Solarpanele nicht mehr in Richtung Sonne zeigten.
Ankunft am Ziel: Sojus TM-25
Der Start von Sojus TM-25 mit Ziblijew, Lasutkin und Ewald an Bord erfolgte am 10. Februar 1997, die Kopplung mit der Mir zwei Tage später. An Bord wurden die drei Raumfahrer von der Stammbesatzung EO-22 Waleri Korsun und Alexander Kaleri begrüßt sowie vom NASA-Astronauten Jerry Linenger, der Teilnehmer am Shuttle-Mir-Programm war.
Vom 17. bis zum 22. Mai 1997 war das Shuttle STS-84 mit sieben US-Astronauten gekoppelt. Linenger wurde dabei durch Michael Foale abgelöst.
Am 25. Juni 1997 wurde der unbemannte Frachter Progress M-34, der am 8. April angekommen war, von einem Dockingport zu einem anderen umgesetzt. Progress M-34 kollidierte mit dem Solarzellenausleger des Spektr-Moduls der Raumstation. Dadurch entstand ein Leck in der Außenhülle, und der Luftdruck in der gesamten Raumstation fiel ab.
Ziblijew, Lasutkin und Foale brachten sich nicht in ihrem Sojus-Raumschiff in Sicherheit, sondern riegelten innerhalb weniger Minuten das Modul hermetisch ab, wobei sie einige Leitungen durchtrennen mussten. Dadurch wurde verhindert, dass die Station aufgegeben werden musste.
Die Solarzellen des Spektr-Moduls waren der Hauptlieferant für die Energieversorgung der Mir, vor allem für die Module Kristall und Priroda, die keine eigenen Solarzellen hatten. Durch den Stoß war die Station ins Taumeln geraten, so dass die verbliebenen Solarzellen nicht mehr zur Sonne ausgerichtet waren. Dadurch wurden die Batterien schnell entladen. Durch die fehlende Ventilation bestand auch nach der Kollision noch akute Lebensgefahr für die drei Besatzungsmitglieder, denn in der Schwerelosigkeit kann sich beim Ausatmen eine tödliche CO2-Wolke um den Körper bilden.
Es gelang der Bodenstation, durch Zünden der Lageregelungstriebwerke dem Taumeln entgegenzuwirken. In die richtige Lage brachten die drei Kosmonauten die Station dann durch Zünden der Sojus-Triebwerke. Dies geschah ohne Unterstützung durch die Bodenstation, weil sich die Mir nicht mehr im Funkkontakt befand. Es benötigte etwa 48 Stunden, bis die Station wieder voll betriebsbereit war, mit Ausnahme des abgeschotteten Spektr-Moduls. In den kalten Modulen hatte sich jedoch viel Kondenswasser gesammelt.
wurde Marcel Minnaert geboren
Minnaert begann zunächst mit dem Studium der Botanik an der Universität Gent, wandte sich dann dem Studium der Physik an der Universität Leiden zu. 1925 wurde er an der Universität Utrecht bei Leonard Ornstein promoviert.[1] Von 1937 bis 1963 war er Direktor des Sonnenborgh-Observatoriums in Utrecht.
Er ist bekannt für ein Buch über Meteorologische Optik (Lichterscheinungen in der Atmosphäre).
Nach Minnaert wurden der Mondkrater Minnaert und der Asteroid (1670) Minnaert benannt.Missionsende von Apollo 5
Der Start erfolgte am 22. Januar 1968 und die Rakete arbeitete fehlerlos. In einer erdnahen Umlaufbahn wurde die Mondlandefähre von der zweiten Stufe getrennt. Dann sollte das Triebwerk der Abstiegsstufe das LM in eine höhere Umlaufbahn bringen. Als es gezündet wurde, brannte dieses nicht die geplanten 39 Sekunden, sondern wurde nach vier Sekunden vom Bordcomputer vorzeitig abgeschaltet.
Das LM-1 war steuer- und manövrierfähig, es waren aber keine Landebeine montiert. Da man im Gegensatz zu bemannten Starts keine Rettungsrakete benötigte, war die Saturn IB nur 55 Meter hoch. An der Spitze befand sich anstelle eines Apollo-Raumschiffs ein Konus, welcher vor den Tests abgeworfen wurde.
Nach Abschluss der Mission verblieben die beiden Teile der Mondlandefähre einige Zeit im Erdorbit und verglühten unabhängig voneinander in der Atmosphäre, die Aufstiegsstufe am 24. Januar und die Abstiegsstufe am 12. Februar 1968.
Start von Venussonde Venera 1
Im Rahmen des Venera-Programms (russisch Венера „Venus“) wurden zwischen 1961 und 1983 von der Sowjetunion mehrere Raumsonden zur Venus gestartet. Mit Venera 7 gelang am 15. Dezember 1970 die erste weiche Landung einer menschgemachten Sonde auf einem fremden Planeten.
Venera 1 startete am 12. Februar 1961 und verließ die Erdumlaufbahn. Allerdings brach der Kontakt zu der Sonde bereits am 19. Februar 1961 in 2 Millionen Kilometern Entfernung zur Erde ab. Die stumme Sonde flog am 20. Mai 1961 in 100.000 km Entfernung an der Venus vorbei, womit sie das erste vom Menschen erzeugte Objekt war, das in die Nähe der Venus kam. Die Sonde wog 643,5 kg.
wurde Harro Zimmer geboren
Harro Zimmer wuchs mit jüngeren Geschwistern in Berlin-Kreuzberg auf. Schon als Kind beschaffte er sich ein gebrauchtes Teleskop, um den Nachthimmel zu beobachten. Nach dem Zweiten Weltkrieg besuchte er öfters die Archenhold-Sternwarte im Treptower Park im Berliner Ortsteil Alt-Treptow.
1964 erhielt er vom Advanced Study Institute der NATO ein Diplom in Astronomie. Er studierte danach an der Technischen Universität Berlin das Fach Chemie und 1966 als NASA-Stipendiat an der University of Miami das Fach Weltraumwissenschaften.
Von 1973 bis 1986 wirkte er als Vorstand im Verein der Wilhelm-Foerster-Sternwarte in Berlin, zu deren Gründungsmitgliedern er 1953 gehörte. Im Rahmen des US-amerikanischen Moonwatch-Programms beteiligte er sich in leitender Position an den Beobachtungen von Satellitenorbits. Er beobachtete bei seinen Untersuchungen nicht nur US-amerikanische, sondern auch sowjetische Satelliten, wobei er insbesondere die Funksignale der Satelliten empfing.
Im Juli 1969 berichtete er für den Radiosender RIAS live von Apollo 11, der ersten bemannten Raumfahrtmission mit einer Mondlandung.
1976 gehörte er dem Viking-Team der National Aeronautics and Space Administration (NASA) in Kalifornien zur Erforschung des Planeten Mars an. Am 28. Januar 1986 berichtete er live vom Start und der Explosion der Raumfähre Challenger in Florida. Von 1977 bis 1995 arbeitete Harro Zimmer als leitender Redakteur beim RIAS Berlin und anschließend beim Deutschen Welle TV.
Harro Zimmer verfasste zahlreiche Bücher über astronomische Objekte und die Raumfahrt. 1985 und 1993 übersetzte er den vom britischen Astronomen Patrick Moore verfassten Band Guinness-Buch der Sterne ins Deutsche.[9][10] Harro Zimmer war Ende der 1980er Jahre ferner Moderator in der achtteiligen japanisch-deutschen Fernsehserie „Eine galaktische Odyssee“.
starb Rugjer Josip Boskovich
1763 trat er eine Professur an der Universität Pavia an, wechselte aber bald nach Paris und lehrte später in Mailand. Am nahegelegenen Kollegium von Brera betrieb er die Errichtung einer Sternwarte und ließ sie zum Teil auf eigene Kosten ausstatten. Zu seinen speziellen Forschungsthemen gehörte naturgemäß die Optik, ferner die Sonnenphysik und die Bestimmung ihrer Rotation mittels Beobachtung von Sonnenflecken.
Boskovich leistete wichtige Beiträge zur Astronomie. Darunter war ein Verfahren zur Berechnung der Umlaufbahn eines Planeten aus drei gemessenen Positionen am Sternenhimmel, und das erste geometrische Verfahren zur Berechnung des Äquators eines rotierenden Himmelskörpers aus drei Beobachtungen seiner Oberflächenform. Auch bestimmte er die Rotationselemente der Sonne aus Beobachtungen von Sonnenflecken.