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Wichtige Ereignisse aus Astronomie, Forschung und Raumfahrt
Start von Kommunikationssatellit Alphasat
Alphasat, Europas größter und modernster Kommunikationssatellit, startete am 25. Juli 2013 an Bord einer Trägerrakete vom Typ Ariane 5 ins All.
In einer Höhe von knapp 36.000 Kilometern über der Erde soll der Satellit mit einer Masse von 6,6 Tonnen in den nächsten 15 Jahren die Breitbandkommunikation im Mobilfunk revolutionieren.
Missionsende von STS-104 (Spaceshuttle Atlantis)
Die höchste Priorität hatte auf diesem Flug die Anlieferung und Installation einer auf den Namen Quest getauften Luftschleuse. Um die Masse des Systems von 6,5 Tonnen sicher bewegen zu können, wurde der mit STS-100 gelieferte Manipulatorarm Canadarm2 verwendet. Zum Anschluss der Schleuse an das Energie- und Kühlsystem sowie der Montage von Außentanks wurden 3 Ausstiege vom Shuttle aus durchgeführt.
Weitere wichtige Aufgaben der Atlantis-Besatzung waren die Lieferung von Versorgungsgütern und Wasser für die Station. Außerdem wurde mit PCG-EGN (Protein Crystal Growth - Enhanced Gaseous Nitrogen Dewar) ein weiteres Experiment zur ISS gebracht. Gleichzeitig wurden drei Experimente zurück zur Erde transportiert.
Marsgesicht entdeckt
Am 25. Juli 1976 fotografierte der Orbiter der Raumsonde Viking I aus 1873 km Höhe eine mindestens drei Millionen Jahre alte Formation, die an ein menschliches Gesicht erinnert. Sie stellt eine Erhebung mit einer Länge von 3 Kilometern und einer Breite von 1,5 Kilometern dar.
Sechs Tage später wurden die Aufnahmen, neben anderen Bildern, der Öffentlichkeit vorgestellt und machten Schlagzeilen. Die Anomalie erhielt durch die Presse aufgrund ihrer Form den Namen „Marsgesicht“ (engl. „Face on Mars“).
wurde Daniel Wheeler Bursch geboren
Nach seiner Auswahl durch die NASA im Januar 1990 arbeitete er unter anderem in der Entwicklung für das Space Shuttle und die Internationale Raumstation sowie als CAPCOM im Lyndon B. Johnson Space Center.
Am 12. September 1993 startete er mit der Discovery im Rahmen der Mission STS-51 zu seinem ersten Flug ins All. Er setzte dabei den Advanced Communications Technology Satellite (ACTS) und den Shuttle Pallet Satellite (ORFEUS-SPAS) aus. Nach 158 Erdumrundungen landete die Discovery als erstes Shuttle in der Nacht am Kennedy Space Center.
Zuletzt startete Bursch am 5. Dezember 2001 als Bordingenieur der vierten Langzeitbesatzung mit der Raumfähre Endeavour (STS-108) zur Internationalen Raumstation (ISS). Weitere Mitglieder der vierten ISS-Crew waren Juri Onufrijenko und Carl E. Walz. Am 25. Januar 2002 unternahm Bursch zusammen mit Onufrijenko einen Außenbordeinsatz und brachte dabei sechs Deflektor-Abschirmungen für die Steuerdüsen des Swesda-Modules an.
wurde John Paul Shoffner geboren
Shoffner wuchs in Middlesboro, Kentucky auf. Schon mit 17 Jahren wurde er Pilot. Insgesamt absolvierte er mehr als 8500 Flugstunden. Außer Land- und Wasserflugzeugen flog er auch Hubschrauber, ausgemusterte Militärflugzeuge und Flugzeuge mit Sternmotor. Seit seiner Kindheit interessierte sich Shoffner für die Raumfahrt. Schon mit 8 Jahren gründete er in seiner Heimatstadt mit seinen Freunden einen Astronauten-Club.
Als Unternehmer war Shoffner speziell in der Glasfaserindustrie und der Telekommunikation tätig. 1971 gründete Shoffners Vater die Firma Dura-Line (heute Teil von Orbia). Shoffner übernahm die Firma, entwickelte sie weiter und gründete weltweit Filialen. Die Firma stellt Kunststoffrohre her, die zu verschiedenen Zwecken dienen, unter anderem zum Verlegen von Glasfaserkabeln.
Mit seinem Vermögen fördert Shoffner die naturwissenschaftliche und technische Ausbildung. Auch seinen Raumflug betrachtet Shoffner als ein Mittel, die Begeisterung der Jugend für diese Themen zu wecken.
2022 stellte Axiom Space die Mannschaft der Axiom Mission 2 zusammen. Neben Shoffner als Pilot gehören zur Mannschaft Peggy Whitson als Kommandantin der Mission, Ali Alqarni und Rayyanah Barnawi als Missionsspezialisten. Shoffner ist der Einzige der vier, der den Flug selbst privat bezahlt. Der Flugpreis soll um die 55 Millionen Dollar betragen.
wurde Paul Joseph Weitz geboren
Weitz kam mit der 5. Astronautengruppe im April 1966 zur NASA. Noch während seiner Grundausbildung fungierte er für das Apollo-Programm als technischer Berater und arbeitete am Entwurf des Experimentenpakets ALSEP mit. Im April 1969 wurde er der Unterstützungsmannschaft von Apollo 12 zugeteilt. Unter anderem arbeitete er dabei als Verbindungssprecher (Capcom).
Am 19. Januar 1972 wurde Weitz offiziell als Pilot für Skylab 2 eingeteilt, die erste Besatzung der neuen Raumstation. Ein Weltraumausstieg war für ihn dabei nicht vorgesehen. Zusammen mit Pete Conrad, der das Unternehmen Skylab 2 leitete, und Joe Kerwin brach Weitz Ende Mai 1973 als Pilot der ersten Besatzung zur Raumstation auf. Während der ersten Hälfte des vierwöchigen Fluges mussten die drei Astronauten die beim Start beschädigte Station in einen bewohnbaren Zustand bringen. Noch bevor das Trio die Station betreten konnte, führte Weitz einen Außenbordeinsatz durch, um einen Solarzellenausleger zu entfalten. Er stand dabei in der geöffneten Luke der Apollo-Kommandokapsel, während Kerwin ihn an den Beinen hielt und Conrad das Raumschiff manövrierte. Dieser Versuch musste nach 40 Minuten jedoch aufgegeben werden.
STS-6 war Weitz’ zweite und letzte Mission. Es war der Jungfernflug des Orbiters Challenger und fand im April 1983 statt. Weitz leitete als Kommandant den Flug mit drei weiteren Besatzungsmitgliedern, die jeweils ihren Erstflug absolvierten. Hauptaufgabe des Unternehmens war das Aussetzen von TDRS-1, einem NASA-eigenen Nachrichtensatelliten, und die Erprobung der neuen Raumanzüge beim ersten amerikanischen Weltraumausstieg seit Skylab.
starb Prosper Mathieu Henry
Nach dem Tod von Jean Chacornac waren die beiden Brüder Paul und Prosper Henry mit der Vollendung der Sternkarten beauftragt. Zur Erleichterung dieser Aufgabe bedienten sie sich der Fotografie. Die hierzu notwendigen Instrumente, einschließlich der großen Objektive, stellten sie selbst her. Ihnen ist die rasche Entwicklung der Astrofotografie im 19. Jahrhundert wesentlich zu verdanken.
Sie stellten zahlreiche Fernrohre und andere astronomische Instrumente her. Am Observatorium von Paris entdeckte jeder der Brüder sieben Asteroiden. Im November 1885 entdeckten sie erstmals fotografisch den Reflexionsnebel um die Plejaden.
Zu Ehren der Gebrüder wurde der 42 km große Mondkrater Henry Fréres benannt, der Marskrater Henry, wie auch der Asteroid (1516) Henry.
starb Carl Christian Bruhns
Bruhns studierte zunächst Höhere Mathematik und Astronomie und wurde dann seit 1851 in einer mechanischen Werkstatt in Berlin beschäftigt. Hier konnte er durch seine Leistungen das Vertrauen Johann Franz Enckes erwerben, der seinerzeit Direktor der Berliner Sternwarte war.
Encke stellte ihn 1852 als zweiten Assistent ein. 1854 wurde er erster Assistent. 1856 promovierte Bruhns mit der Schrift De planetis minoribus inter Martem et Jovem circa Solem versantibus (Über die Kleinplaneten, die sich zwischen Mars und Jupiter um die Sonne drehen) (Berlin 1856) und habilitierte sich 1859 an der Universität Berlin.
Seit 1860 war Bruhns Professor der Astronomie und Direktor der Sternwarte Leipzig. Nach seinen Plänen wurde in den Jahren 1860/61 eine neue Sternwarte im Johannistal erbaut und die alte Sternwarte auf der Pleißenburg geschlossen. Bruhns leistete hervorragende Arbeit insbesondere auf dem Gebiet der Bahnberechnung von Kometen, von denen er einige entdeckte.
starb Gottfried Kirch
Gottfried Kirch war Schulmeister in Langgrün und Neundorf bei Lobenstein und später Astronom in Coburg, Leipzig und Guben sowie ab 1700 in Berlin. Astronomie lernte er bei Erhard Weigel in Jena und Johannes Hevelius in Danzig. Seit 1667 veröffentlichte er Kalender und baute Teleskope. 1679 erfand er einen Schraubenmikrometer für astronomische Messungen.
Im letzten Viertel des 17. Jahrhunderts war Kirch der meistgelesene Kalendermacher und zählte zu den führenden deutschen Astronomen. Er entdeckte 1680 erstmals einen Kometen mittels Teleskop: Komet C/1680 V1. 1681 entdeckte er den Wildenten Haufen, den offenen Sternhaufen M 11. 1686 zog er nach Leipzig. Zusammen mit dem Landwirt und Astronomen Christoph Arnold beobachtete er den Kometen dieses Jahres. Im gleichen Jahr fand er den Mira-Veränderlichen χ Cygni. Viel Zeit widmete er auch der Beobachtung des Doppelsterns Mira. Bei Arnold lernte er seine zweite Ehefrau Maria Margaretha Winkelmann kennen, die sich astronomische Kenntnisse im Selbststudium beigebracht hatte. Bei der gemeinsamen Beobachtung des Kometen von 1702 entdeckte er den kugelförmigen Sternhaufen M 5.
Die IAU ehrte ihn durch den Mondkrater Kirch und den Asteroiden (6841) Gottfriedkirch.
wurde Christoph Scheiner geboren
Auf Grundlage von Keplers Werk „Dioptrice“ (1611) baute Scheiner um 1613 ein astronomisches Fernrohr. Damit war Scheiner der erste, der ein Kepler-Fernrohr gebaut hat.
Die ersten Sonnenbeobachtungen wurden mit dem Fernrohr und bloßem Auge gemacht. Das war gefährlich und nur dann möglich, wenn Nebel die Sonne verdeckte. Das Sonnenlicht wurde dann mit farbigen Gläsern gefiltert. In den folgenden Jahren entwickelte Scheiner eine Reihe von Fernrohren für seine Sonnenbeobachtungen, welche er Helioskope nannte. Die Projektion des Sonnenlichtes erfolgte auf einer Fläche, so dass man nicht mehr mit dem Auge durch das Fernrohr schauen musste.
Nach Christoph Scheiner benannte P. Giovanni Battista Riccioli den Mondkrater Scheiner.