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Wichtige Ereignisse aus Astronomie, Forschung und Raumfahrt
Ankunft am Ziel: Sojus TMA-06M
Die Mission brachte drei Besatzungsmitglieder der ISS-Expeditionen 33 und 34 zur Internationalen Raumstation.[3] Das Sojus-Raumschiff löste Sojus TMA-04M als Rettungskapsel ab. Die Landung musste wegen schlechten Wetters um 24 Stunden verschoben werden und erfolgte am 16. März 2013.
Ankunft am Ziel: STS-120 (Spaceshuttle Discovery)
Hauptnutzlast von STS-120 war der Verbindungsknoten Harmony, der zur Internationalen Raumstation gebracht wurde. Während des ersten Außenbordeinsatzes wurde Harmony provisorisch am Unity-Modul befestigt. Nach dem Flug wurde das Modul von der Raumstationsmannschaft an seinen endgültigen Platz am Destiny-Labor verschoben.
Dies war erforderlich, weil die Raumfähre während der Mission selbst am Destiny-Modul angedockt war. Außerdem wurde das Solarmodul P6 an seine Position am Backbordende der Gitterstruktur versetzt.
Die Mission war eine der kompliziertesten und zählt mit 15 Tagen zu den bislang längsten der Shuttle-Geschichte. Von den ursprünglich fünf Außeneinsätzen war einer gestrichen worden, weil ein Sonnenflügel an der ISS eingerissen war und genäht werden musste. Der Ausstieg, bei dem Scott Parazynski den Riss reparierte, war riskant, konnte aber erfolgreich durchgeführt werden.
Ankunft am Ziel: Venus-Sonde Venera 10
Venera 10 startete am 14. Juni 1975 und schwenkte am 25. Oktober 1975 in eine Umlaufbahn um die Venus ein.
Der Lander (Landeort 16° Nord und 291° Ost) arbeitete 63 Minuten lang auf der Oberfläche. Er lieferte Daten und Bilder von der Oberfläche des Planeten. Die Sonde wog beim Start 5.033 kg.
Die Muttersonde flog nicht, wie die Venussonden vor ihr, am Planeten vorbei, sondern schlug einen hochexzentrischen Orbit ein. Der ohne Treibstoffe etwa 2.300 kg schwere Orbiter vermaß den Planeten und lieferte erstmals Radarmessungen, da die Venusoberfläche wegen der komplett aus Wolken bestehenden Atmosphäre nicht einsehbar ist. Er untersuchte die Venusatmosphäre mit Kameras und Spektrometern. Weitere Experimente galten dem interplanetaren Raum und der Suche nach Gammastrahlenausbrüchen.
wurde Russell Louis Schweickart geboren
1963 wurde er mit 13 weiteren Astronauten von der NASA ausgewählt. Er flog am 3. März 1969 als Pilot der Mondlandefähre mit Apollo 9 ins All. Zusammen mit James McDivitt (Commander) und David Scott (Command Module Pilot) testete er die Mondlandefähre (LM) zum ersten Mal in einer Erdumlaufbahn. Dabei entfernte sich u. a. die Mondlandefähre vom Command Module (CM) auf 100 Meilen und wurde danach wieder angedockt.
Zu Beginn des Flugs litt Schweickart unter der Raumkrankheit, weswegen sein Außenbordeinsatz (EVA) am vierten Flugtag gekürzt werden musste: Eigentlich hätte sich Schweickart bis zur Luke der Apollo-Kommandokapsel hangeln sollen, um für den Fall, dass keine Kopplung von CM und LM möglich wäre, das Umsteigen im freien Raum zu simulieren. Dieser Teil musste jedoch entfallen, so dass Schweickarts EVA statt der geplanten mehr als zwei Stunden lediglich 46 Minuten dauerte.
Am 13. März 1969 erfolgte nach erfolgreicher Mission die sichere Wasserung. Er verbrachte bei seinem einzigen Weltraumflug 241 Stunden im All. Schweickart diente noch als Kommandant der Ersatzmannschaft der ersten Skylab-Mission, bevor er am 1. Mai 1974 ins NASA-Hauptquartier in Washington, D.C. wechselte.
wurde Henry Norris Russell geboren
Um 1910 entwickelten Russell und Ejnar Hertzsprung das Hertzsprung-Russell-Diagramm. Es zeigt grob die Entwicklungsverteilung der Sterne. Wird dazu der Spektraltyp gegen die absolute Helligkeit aufgetragen, ergeben sich bei einer genügenden Anzahl von Eintragungen charakteristische linienartige Häufungen.
1922 führte Russell ein System für Sternbilder ein mit einer dreibuchstabigen Abkürzung des lateinischen Namens des Sternbildes. Russell bestätigte 1929 Cecilia Paynes Entdeckung von 1925, dass die Sonne zum weitaus überwiegenden Teil aus Wasserstoff und Helium besteht, und bestimmte das Massenverhältnis zu 3:1.
Der Asteroid (1762) Russell ist nach ihm benannt. Der Mondkrater Russell ist seit 1936 nach ihm und dem Astronomen John Russell benannt.
wurde Friedrich Bernhard Gottfried Nicolai geboren
Nicolai kam 1811 nach Göttingen und studierte zunächst ein Semester Theologie, wandte sich aber dann der Mathematik zu. Gemeinsam mit Johann Franz Encke studierte er bei Carl Friedrich Gauß. 1813 wurde er zum Adjunkt an die Seeberg-Sternwarte bei Gotha berufen und erhielt dort seine Ausbildung zum Astronomen.
Noch im gleichen Jahr wurde er zum Vizedirektor bestellt. Er besorgte die Geschäfte der Seeberger Sternwarte bis zur Rückkehr Lindenaus und war anschließend an der Sternwarte Göttingen bei Gauß tätig. Ende März 1818 besuchte er die Seeberger Sternwarte, um dort einen Kometen und die Sonnenfinsternis am 5. Mai 1818 zu beobachten.
Bis zu seinem frühzeitigem Tod arbeitete er als theoretischer und beobachtender Astronom auf der Sternwarte in Mannheim. Seine Ergebnisse veröffentlichte er in den inzwischen von Heinrich Christian Schumacher herausgegebenen "Astronomischen Nachrichten".
Der Mondkrater Nicolai wurde 1935 durch die IAU nach ihm benannt.
wurde Samuel Heinrich Schwabe geboren
Meilenstein: Sonnenfleckenzyklus entdeckt
Schwabe studierte ab 1809 Pharmazie, Chemie, Botanik und Physik in Berlin. 1811 übernahm er die Apotheke seines Großvaters. Nach dem Verkauf der Apotheke (1829) widmete Schwabe sich nun ausschließlich den Naturwissenschaften.
Bereits im Jahre 1825 begann er sich für die Astronomie zu interessieren. Er entdeckte 1843 die elfjährige Sonnenfleckenperiodizität, ging damals allerdings von einer Periode von 10 Jahren aus. Nach ihm wurde daher der Schwabe-Zyklus benannt. Durch seine Veröffentlichungen wurde Alexander von Humboldt auf ihn aufmerksam und besuchte Schwabe 1833 in seinem Observatorium.
Mit Fleiß und Ausdauer begründete er als Amateur mit seiner 15-jährigen Beobachtungsreihe die moderne Sonnenforschung in Deutschland.
1857 erhielt er die Goldmedaille der Royal Astronomical Society. 1868 wurde er zum auswärtigen Mitglied der Royal Society gewählt. Nach ihm ist der Mondkrater Schwabe benannt.
Saturnmond Japetus
Iapetus oder Japetus (auch Saturn VIII) ist der drittgrößte Mond des Planeten Saturn. Er wurde am 25. Oktober 1671 von Giovanni Cassini entdeckt.
Iapetus umkreist Saturn in einem mittleren Abstand von 3.561.300 km mit gebundener Rotation in 79 Tagen, 7 Stunden und 55 Minuten.
Iapetus hat einen mittleren Durchmesser von 1436 km. Er hat eine helle und eine dunkle Seite und damit von allen Körpern im Sonnensystem den größten Helligkeitskontrast. Die in Bewegungsrichtung vordere Hemisphäre ist mit einer Albedo von 0,03 bis 0,05 so dunkel wie Kohle, mit einer leicht rötlichen Färbung, während die folgende Hemisphäre eine Albedo von 0,5 bis 0,6 hat. Die nachlaufende Halbkugel ist damit fast so hell wie der Jupitermond Europa; ihr nördlicher Teil wurde Roncevaux Terra und ihr südlicher Teil Saragossa Terra getauft. Die dunkle Region hat nach Iapetus’ Entdecker, Giovanni Domenico Cassini, den Namen Cassini Regio erhalten.
Der Helligkeitsunterschied ist so groß, dass Cassini berichtete, den Mond mit seinem Teleskop nur auf einer Seite von Saturn beobachten zu können. Wandte der Mond der Erde die dunkle Region zu, blieb er für den damaligen Beobachter unsichtbar.
Die helle Seite ist vereist und stark verkratert. Auch die Polregionen sind frei von dunklen Materialien. Die dunklen Materialien könnten Ablagerungen aus organischen Verbindungen sein, wie sie in primitiven Meteoriten (zum Beispiel kohligen Chondriten) oder auf der Oberfläche von Kometen vorkommen.