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Wichtige Ereignisse aus Astronomie, Forschung und Raumfahrt
Start von STS-122 (Spaceshuttle Atlantis)
STS-122 brachte mit Columbus den Hauptbeitrag der ESA zur Internationalen Raumstation. Mit dieser wurde das europäische Forschungsmodul während eines Weltraumausstiegs verbunden. Außerdem wurde ein Stickstofftank ausgewechselt sowie Ausrüstungsteile und Verbrauchsgüter zur Station transportiert.
Start von STS-98 (Spaceshuttle Atlantis)
Die Mannschaft lieferte das amerikanische Labormodul Destiny als Erweiterung der im Bau befindlichen Internationalen Raumstation (ISS). Insgesamt war die Raumfähre Atlantis sechs Tage mit der Station verbunden. In dieser Zeit führte die Crew drei Ausstiege durch, um Destiny zu installieren und in Betrieb zu nehmen.
Nach dem Start in Cape Canaveral wurden mehrere Bahnmanöver durchgeführt, die eine Kopplung nach bereits 42 Stunden Flugzeit ermöglichten. Die Atlantis dockte als erstes Raumschiff an den Kopplungsadapter PMA-3, welcher sich zum damaligen Zeitpunkt am Nadir-Port von Unity befand, an.
Nach einer kurzen Begrüßungszeremonie, bei der auch Wasser, ein Computer, Kabel, frisches Obst, Spielfilme auf DVD und weitere persönliche Familiengeschenke in die Station gelangten, wurden die Luken für die bevorstehenden Außenbordarbeiten wieder geschlossen.
Nach einer arbeitsintensiven Woche koppelte die Atlantis ab und umflog die Raumstation. Dabei wurde eine Vielzahl an Video- und Standbildern angefertigt. Die Landung erfolgte wegen schlechten Wetters zwei Tage später als ursprünglich geplant und außerdem auf dem Gelände des Luftwaffenstützpunktes Edwards in Kalifornien.
Start von Kometensonde Stardust
Meilenstein: Erste Probe von einem Kometen landet auf der Erde
Die Raumsonde Stardust (englisch für „Sternenstaub“) war eine Mission der NASA von 1999 bis 2011. Ziel der Mission war das Einfangen von Partikeln aus der Koma des vom Schweizer Astronomen Paul Wild entdeckten Kometen Wild 2 sowie interstellaren Staubs. Die Proben wurden im Januar 2006 zur Erde gebracht.
Die NASA-Sonde Stardust war das erste Raumfahrzeug, das Proben von einem Kometen zur Erde brachte. Nach einer fünfjährigen Reise flog die Sonde am 02.01.2004 bis auf 250 Kilometer an den Kometen P/Wild 2 heran und sammelte Proben von Staub und flüchtigen Stoffen aus der Koma des Kometen.
Unterwegs sammelte sie auch Proben von interstellarem Staub und flog am Asteroiden 5535 Annefrank vorbei. Stardust verschloss die gesammelten Proben in einer Wiedereintrittskapsel, die sich von Stardust trennte und am 15. Januar 2006 in der Wüste von Utah landete.
Speziell erwartete man von den kometaren Stardustproben Antworten über die mineralogische und chemische Zusammensetzung von Kometen auf Submikrometerskalen, inwieweit Kometen in ihrer Zusammensetzung Meteoriten oder interplanetarem Staub ähneln bzw. sich von ihnen unterscheiden, ob Wasser in Kometen ausschließlich in Eis gebunden ist, oder ob es auch in hydratisierten Mineralien vorkommt, über Anomalien der Isotopenzusammensetzung, über die Natur von kohlenstoffhaltigem Material und dessen Zusammenhang mit Silikaten oder anderen Mineralien.
Die zweite Zielrichtung der Mission war die Sammlung von interstellarem Staub, um Antworten zu erhalten über die chemische Zusammensetzung, über die Isotopenverhältnisse der wichtigen Elemente wie C, H, Mg, Si und O, über die mineralische und strukturelle Beschaffenheit, ob alle Teilchen Isotopenanomalien aufweisen, ob die Silikate eine glasige oder eine kristalline Struktur haben uva.
Die Hauptsonde erhielt eine erweiterte Mission mit der Bezeichnung New Exploration of Tempel 1 (NExT), die auch einen Vorbeiflug am Kometen Tempel 1 (oder 9P/Tempel) umfasste. Sie flog am 15. Februar 2011 bis auf 181 Kilometer an den Kometen heran und lieferte etliche Bilder.
Missionsende von Raumstation Saljut 7
Saljut 7 (russisch Салют-7) war die letzte Raumstation des Saljut-Programms der Sowjetunion, die in eine niedrige Erdumlaufbahn gebracht wurde. Sie wurde am 19. April 1982 mit einer Proton-Trägerrakete von Baikonur aus gestartet. Saljut 7 war Teil des Übergangs von monolithischen zu modularen Raumstationen und diente als Testobjekt für viele Andockversuche und Stationserweiterungsmodule. Sie war die zehnte Raumstation, die gestartet wurde.
Saljut 7 diente als Ausweichlösung für einen eventuellen Fehlschlag von Saljut 6 und war aus diesem Grund auch ähnlich aufgebaut und mit identischer Ausrüstung versehen. Als sich allerdings das Mir-Programm verzögerte, wurde die einstige Ausweichlösung als eigenständige Raumstation gestartet. Im Orbit erlitt die Station einige technische Pannen, die jedoch von den jeweiligen Besatzungen beseitigt wurden. Saljut 7 besaß eine höhere Laderaumkapazität als ihre Vorgängermodelle.
Die Station wurde von zahlreichen Sojus-Raumschiffen angeflogen und während der Langzeitaufenthalte von unbemannten Progress-Transportraumschiffen mit Nahrungsmitteln und sonstigen Gebrauchsgegenständen versorgt. Im Mai 1982 wurde das erste Mal in der Geschichte ein Satellit von einer Raumstation ausgesetzt – der Amateurfunksatellit Iskra 2.
Saljut 7 trat am 7. Februar 1991 in die Erdatmosphäre ein und verglühte teilweise. Fragmente der Station gingen in Argentinien über dem Ort Capitán Bermúdez nieder, nachdem die Station über den vorgesehenen Wiedereintrittspunkt über unbewohntem Gebiet des Pazifiks hinausgeschossen war. Menschen kamen beim Absturz nicht zu Schaden.
Ankunft am Ziel: Sojus TM-2
Die zweite Stammbesatzung der Raumstation Mir verwendete beim Rendezvous das neue Annäherungssystem Kurs, bei dem die Raumstation ihre Orientierung im Raum beibehält, und sich nicht mehr zum Kopplungspartner hin ausrichtet. Die Kopplung erfolgte wiederum nach zweitägigem Flug, der den Raumfahrern mehr Zeit zur Anpassung an die Schwerelosigkeit lässt und eine etwa 50%ige Treibstoffersparnis bedeutet.
An Bord der Station wurden umfangreiche wissenschaftliche Forschungen vorgenommen. Dazu gehörten geophysikalische Untersuchungen über Mittelasien, den Kaspi-Niederungen und dem Kaukasus, Spektralanalysen, die Produktion neuer Halbleitermaterialien mit der Anlage Korund 1M (48 verschiedene Experimente) sowie umfangreiche Erdfotografie.
Zur Versorgung wurden die Transportraumschiffe Progress 31 bis 33 entladen. Die Station wurde im Dezember an die Nachfolgecrew übergeben. Die alte Stammbesatzung kehrte mit Sojus TM-3 zur Erde zurück. Nach nahezu elf Monaten im All hatte Juri Romanenko für knapp ein Jahr den alleinigen Langzeitflugrekord inne.
wurde Heidemarie Martha Stefanyshyn-Piper geboren
Nach ihrem Abitur 1980 studierte Stefanyshyn-Piper mit Unterstützung der US-Navy am Massachusetts Institute of Technology Maschinenbau und schloss dieses Studium 1984 mit dem Bachelor und 1985 mit dem Master ab. Nach ihrer Ausbildung nahm Stefanyshyn-Piper ihren aktiven Dienst in der Navy auf.
Im Februar 2002 erhielt Stefanyshyn-Piper ihren ersten Einsatzbefehl für einen Raumflug. Nach über vierjähriger Vorbereitungs- und Wartezeit startete sie am 9. September 2006 zur Mission STS-115. Hauptnutzlast der Atlantis war das 16 Tonnen schwere Element P3/P4, mit dem die Raumstation erweitert wurde. Während der Mission unternahm Stefanyshyn-Piper zusammen mit Joe Tanner zwei Außenbordeinsätze mit insgesamt 13 Stunden Dauer. Sie montierten P3/P4 am P1-Träger, stellten alle notwendigen Verbindungen her und aktivierten ein Kühlsystem. Der Flug ging nach 12 Tagen zu Ende.
Am 15. November 2008 startete Stefanyshyn-Piper mit STS-126 zu ihrem zweiten Raumflug. Bei diesem Flug übernahm sie drei Außenbordeinsätze. Die Mission endete mit der Landung des Space Shuttles Endeavour bei der Edwards Air Force Base am 30. November 2008.
Während des ersten Außenboardeinsatzes am 18. November 2008 begann Stefanyshyn-Piper am Solar Alpha Rotary Joint zu arbeiten, als sie bemerkte, dass das Schmierfett einer Schmierfettpistole in ihrer Werkzeugtasche ausgelaufen war. Gemäß den Instruktionen des Kontrollzentrums wischte sie dieses mit einem Tuch auf, worauf sich die Tasche löste und ins All davonschwebte. Die Tasche, deren Wert sich auf etwa 100.000 US-Dollar belief, war während achteinhalb Monaten von der Erde aus sichtbar, bis sie am 3. August westlich von Mexiko in die Erdatmosphäre eintrat und verglühte.
wurde James Roger Prior Angel geboren
Angel studierte am St. Peter’s College der Oxford University (B.A. 1963), am California Institute of Technology (M.S. 1966) und erlangte den Doktorgrad 1967 an der Oxford University. Er war Professor an der Columbia University. Seit 1975 ist er Professor für Astronomie und für Optische Wissenschaften an der University of Arizona und leitet dort das Mirror Laboratory, in dem Spiegel bis über 8 Meter Durchmesser für astronomische Großteleskope hergestellt werden.
Angel ist bekannt für seine innovativen Beiträge zur Entwicklung astronomischer Instrumente und zum Teleskopbau und schlug Methoden zum Nachweis und zur Untersuchung von Exoplaneten vor. Er beschäftigt sich auch mit Fragen der Energiegewinnung aus Sonnenenergie. 2006 unterbreitete er einen Vorschlag, die globale Erwärmung durch einen Sonnenschirm im Weltraum zu bremsen.
Im Jahr 2000 wird er Namensgeber für den Asteroiden (11911) Angel.
wurde Alfred Worden geboren
Wie erwartet wurde Worden am 26. März 1970 für die Hauptbesatzung des nächsten verfügbaren Flugs, Apollo 15, eingeteilt. Zusammen mit Kommandant David Scott und dem Piloten der Mondfähre James Irwin startete er am 26. Juli 1971 zum Mond. Während Scott und Irwin die vierte bemannte Mondlandung unternahmen, blieb Worden an Bord des Apollo-Raumschiffs Endeavour in der Mondumlaufbahn.
Auf dem Weg zurück zur Erde verließ Worden das Raumschiff, um die Filmkassetten der zwei Kameras zu bergen, mit denen er den Mond fotografiert hatte. Dies war der erste Weltraumausstieg außerhalb der Erdumlaufbahn.
Die komplette Mannschaft von Apollo 15, Scott, Irwin und Worden, wurde als Ersatzmannschaft von Apollo 17 eingeteilt. Aufgrund der Briefmarkenaffäre von Apollo 15 wurden sie am 23. Mai 1972 durch Young, Duke und Roosa ersetzt.
wurde Konstantin Petrowitsch Feoktistow geboren
Feoktistow trat in das Konstruktionsbüro OKB-1 ein, das vom sowjetischen Raketenkonstrukteur Sergei Koroljow geleitet wurde. In der Abteilung von Michail Tichonrawow arbeitete er an der Konstruktion des ersten sowjetischen Satelliten Sputnik, der im Oktober 1957 gestartet wurde. Ab 1956 arbeitete er auch an Entwürfen für bemannte Raumflugkörper, die schließlich zur Entwicklung des Raumschiffs Wostok führten.
Andere Entwürfe aus dieser Zeit waren ein Mars-Raumschiff mit Ionenantrieb, sowie ein Raumschiff für eine Mondumrundung. Feoktistow war einer der führenden Konstrukteure des Wostok-Raumschiffs. Vor jedem der Flüge in den Jahren 1961 bis 1963 führte er die Kosmonauten in die Bedienung der Systeme und eventuelle Notfallmaßnahmen ein.
Koroljow setzte sich dafür ein, dass nicht nur militärische Piloten als Kosmonauten eingesetzt wurden, sondern auch zivile Ingenieure seiner Konstruktionsabteilung. Er nominierte 14 Kandidaten, wovon im Mai 1964 sechs in die engere Auswahl kamen, darunter Feoktistow. Koroljow wollte für den ersten bemannten Woschod-Flug unbedingt Feoktistow in der Mannschaft haben, weil dieser das Raumschiff von Grund auf kannte.
Am 12. Oktober 1964 startete Feoktistow zusammen mit dem Kommandanten Wladimir Komarow und dem Arzt Boris Jegorow in Woschod 1. Dies war der erste Mehrpersonenflug der Raumfahrt. Feoktistow und Jegorow waren darüber hinaus auch die ersten Zivilisten im All, Feoktistow der erste Raumschiff-Konstrukteur, der seine eigene Entwicklung flog. Die drei Kosmonauten führten im All einige Experimente durch und landeten wieder nach 24 Stunden.
1970 wird der Mondkrater Feoktistov nach ihm benannt.
starb James Glaisher
Nachdem James Glaisher einige Jahre in Irland bei Landvermessungen gearbeitet hatte, bekam er den Posten eines Assistenten bei den Sternwarten in Cambridge und Greenwich. Nach der Gründung der Abteilung für Meteorologie und Magnetismus in Greenwich übernahm er 1838 deren Leitung, die er 34 Jahre bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand ausübte.
Er war Gründungsmitglied der Meteorologischen Gesellschaft (1850) und der Aeronautischen Gesellschaft von Großbritannien (1866). Ebenfalls war er Mitglied der königlichen Kommission für die Heizung und Belüftung von Behausungen (1875), Präsident der Royal Microscopical Society (1865–1888) und übte ab 1880 für 12 Jahre das Amt des Vorsitzenden des Exekutiv-Komitees des Palestine Exploration Fund aus. 1849 wurde er zum Fellow der Royal Society gewählt. Seit 1895 war er gewähltes Mitglied der American Philosophical Society.
Am berühmtesten wurde er zu seiner Zeit als ein Pionier der Aerologie. Gemeinsam mit dem Ballonfahrer Henry Coxwell unternahm er zwischen 1862 und 1866 insgesamt 28 wissenschaftliche Ballonfahrten. Auf ihrer siebenten Luftfahrt am 5. September 1862 stiegen sie im offenen Korb etwa 8.800 Meter hoch. Das war eine bis dahin noch von keinem Menschen erreichte Höhe.
Glaisher verlor wegen der dünnen Luft das Bewusstsein, und Coxwell konnte nur unter Aufbietung seiner letzten Kräfte mit seinen Zähnen das Steuerventil öffnen, um den Ballon zum Absinken zu bringen.
Der Mondkrater Glaisher wurde nach ihm benannt.
wurde William Huggins geboren
Er errichtete 1856 eine Privatsternwarte bei London und baute für sein 20cm-Linsenfernrohr ein Spektroskop. Als 1859 Kirchhoff und Bunsen entdeckten, dass die Fraunhofer-Linien im Sonnenspektrum durch chemischer Elemente verursacht werden, begann Huggins zusammen mit seiner Frau Margaret Lindsay Huggins die Farbspektren auch an Sternen und Nebelflecken systematisch zu beobachten.
Durch seine gründliche Untersuchung von Emissions- und Absorptionslinien wurde er -- wie der gleichzeitig in Rom forschende Angelo Secchi -- zum Pionier der Spektralanalyse.
Huggins war der erste Astronom, der zwischen Nebeln und Galaxien durch die Beobachtung der Spektrallinien unterscheiden konnte. 1866 konnte er bei der Beobachtung einer Nova im Sternbild Krone (T Coronae Borealis) feststellen, dass deren äußerste, expandierende Hülle aus Wasserstoff besteht.
Schließlich erforschte Huggins auch die Bewegung von Sternen mittels Spektralanalyse. Im Spektrum des Sirius fand er eine Rotverschiebung und deutete sie richtig als Doppler-Effekt. Er schloss daraus, dass sich der Stern von uns entfernen müsse.
Nach dem Astronomen sind der Mondkrater Huggins, der Marskrater Huggins und der Asteroid (2635) Huggins benannt.
starb Marcin Odlanicki Poczobutt
Er wurde Professor und Rektor für Mathematik an der Universität Vilnius, an der er den Bau des örtlichen Observatoriums organisierte und die Geräte kaufte. Er machte ebenfalls Beobachtungen von Sonnen- und Mondfinsternissen, Kometen und Asteroiden. Zusätzlich erstellte er Messungen des Planeten Merkur um seine Umlaufbahn berechnen zu können. Poczobutt bestimmte die geographischen Koordinaten von Orten in Litauen, inklusive Wilna. Er wurde zum Königlichen Astronomen ernannt und wurde Mitglied der Royal Society und korrespondierendes Mitglied der Académie des sciences.
Der Mondkrater Poczobutt und der Asteroid (191775) Poczobut wurden nach ihm benannt.
wurde Peter Anich geboren
Anich musste am elterlichen Bauernhof arbeiten und genoss vermutlich keine geregelte Schulbildung, sondern erlernte nur vom Ortspfarrer einige Grundkenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen. Daneben lehrte ihn sein Vater das Drechslerhandwerk und förderte sein handwerklich-konstruktives Geschick, etwa beim Bau einfacher Messinstrumente.
Anich begann schon während seiner Tätigkeit als Hirte den Himmel zu beobachten und sich für Astronomie zu interessieren. Auf einem nahen Birnbaum richtete er sich einen Beobachtungsplatz ein und fand ohne jede Hilfe den Himmelspol durch wiederholtes Anzielen vieler Sterne, bis er an den (fast unbewegten) Polarstern geriet. Bereits 1745 konstruierte er an einer Hauswand in Oberperfuss seine erste Vertikalsonnenuhr.
Mindestens zehn große Sonnenuhren in der Umgebung von Innsbruck stammen von Peter Anich. Teilweise handelt es sich dabei um komplizierte Konstruktionen, die neben der Uhrzeit auch noch etwa den Monat bzw. das Tierkreiszeichen der Sonne anzeigen.
Bekannt wurde Anich auch für seinen 1756 unter Anleitung von Weinhart konstruierten großen Himmelsglobus mit etwa einem Meter Durchmesser. Über die diesem Werk vorausgehenden astronomischen Messungen und Forschungen Anichs ist heute jedoch nur wenig bekannt. 1759 folgte ein Erdglobus derselben Größe, beide Werke sind heute im Tiroler Landesmuseum zu finden. Daneben konstruierte er mehrere kleinere Erd- und Himmelsgloben, bei denen er auch das Kartenbild selbst als Kupferstich ausführte.
Das Sonnenobservatorium Südtirols (Sonnenobservatorium Peter Anich) ist nach ihm benannt.
wurde Vettius Valens geboren
Zwecks Ermittlung der jeweiligen planetaren Herrscher über Stunde, Tag, Monat und Jahr entwickelte Vettius Valens das Verfahren einer horoskopierten Geburt. Als sein eigenes Geburtsdatum nannte er die erste Stunde nach Sonnenuntergang am 13. Mechir (7. Februar) 120 im vierten Regierungsjahr Hadrians. Als weitere Grundlage wählte Vettius Valens den 1. Thot als Sonntag im ersten Regierungsjahr von Augustus, wobei er den ägyptischen Kalender als Bezugsgröße verwendete.
In der Anthologiae I, 20 verfasste Vettius Valens Umlaufregeln aufgrund seiner persönlichen Berechnungen. Er ermittelte die Umlauflängen der Sonne sowie der Planeten Jupiter, Mars, Saturn, Merkur und Venus. Als Startpunkt definierte Vettius Valens die Ära des Augustus und berechnete die seither erfolgten Umläufe in vollen Jahren.