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Umzug der Meteor-Antenne

ARMETOS im Astronomiemuseum

Im Astronomiemuseum haben wir eine besondere Antenne auf dem Dach. Mit ihr hören wir kein Radio, sondern lauschen in den Weltraum hinein – genauer gesagt: Wir empfangen ein Funksignal aus Belgien und können damit Meteore nachweisen, also das, was man umgangssprachlich "Sternschnuppen" nennt.

Diese Empfangsstation nennen wir ARMetOS. Die Daten, die sie Tag für Tag sammelt, zeigen wir auch in unserer Dauerausstellung: Besucherinnen und Besucher können dort sehen, wie viele Meteore gerade über Mitteleuropa registriert wurden – ganz automatisch, rund um die Uhr, bei jedem Wetter.

Die Antenne ist umgezogen

Damit dieser Empfang auch in Zukunft zuverlässig funktioniert, haben wir unsere Antenne vor Kurzem an einen neuen Standort auf dem Museumsgelände versetzt. Der alte Platz war durch Gebäude und andere Hindernisse nicht mehr ideal. Am neuen Standort hat die Antenne nun deutlich weniger Störungen um sich herum – das Ergebnis: Der Empfang hat sich merklich verbessert.

Das klingt nach einer kleinen Sache, ist es aber nicht: Eine Antenne fachgerecht zu versetzen braucht Erfahrung mit Funktechnik, das richtige Werkzeug und geschickte Hände bei Montage und Verkabelung.

Herzlichen Dank an den Ortsverband Sonneberg X29

Bei dieser Aktion haben uns die Funkamateure des Ortsverbandes Sonneberg (X29) tatkräftig unterstützt. Ohne ihr Know-how in Sachen Antennen und Funktechnik wäre der Umzug nicht so reibungslos gelungen.

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich beim Ortsverband Sonneberg X29 für die tolle und unkomplizierte Zusammenarbeit bedanken! Es macht große Freude zu sehen, was entstehen kann, wenn sich ehrenamtliches Engagement und die Bildungsarbeit unseres Museums zusammentun.

Und das soll nicht der letzte gemeinsame Schritt gewesen sein: Wir planen bereits weitere Projekte mit dem Ortsverband, unter anderem im Rahmen unserer MINT-Angebote für Kinder und Jugendliche.


Zum Hintergrund: Was ist BRAMS?

Das Signal, das unsere Antenne empfängt, kommt nicht von uns selbst, sondern aus Belgien. Dort betreibt das Königlich Belgische Institut für Weltraum-Aeronomie ein Projekt namens BRAMS (kurz für Belgian RAdio Meteor Stations).

So funktioniert es, ganz einfach erklärt: In der Ortschaft Dourbes in Belgien steht ein Sender, der ununterbrochen ein Funksignal auf einer festen Frequenz aussendet. Fliegt nun irgendwo über Europa ein Meteor durch die Atmosphäre, hinterlässt er für einen kurzen Moment eine Spur aus ionisiertem Gas. Diese Spur wirkt wie ein Spiegel und wirft das Funksignal aus Belgien kurz zurück – und genau diesen kleinen "Echo-Moment" können unsere und viele andere Antennen in ganz Europa auffangen.

Der große Vorteil dieser Methode: Anders als bei der Beobachtung mit dem bloßen Auge oder einer Kamera spielt es keine Rolle, ob es bewölkt ist, ob die Sonne scheint oder ob es Nacht ist. Meteore lassen sich so Tag und Nacht, bei jedem Wetter, nachweisen.