Lehrerfortbildung 2026
Veränderliche Sterne
Vom 3. bis 5. Oktober 2026 stand die Sternwarte Sonneberg ganz im Zeichen der Lehrerfortbildung „Das bewegte Leben der Sterne – wenn Sterne veränderlich erscheinen“. Für das Astronomiemuseum und die Sternwarte war diese Veranstaltung ein besonders schöner Bestandteil des Jubiläumsjahres: 2026 jährt sich die Gründung der Sternwarte durch Cuno Hoffmeister zum 100. Mal. Sein Wunsch, astronomisches Wissen weit über die Forschung hinaus in die Gesellschaft und in die Schulen zu tragen, war an diesen Tagen überall spürbar.
Mit 33 Teilnehmenden war die Fortbildung ausgebucht. Lehrkräfte aus unterschiedlichen Regionen kamen zusammen, um sich über die faszinierende Welt der veränderlichen Sterne auszutauschen, neue Ideen für ihren Unterricht mitzunehmen und die Sternwarte Sonneberg als Lernort zu erleben. Der Auftakt führte die Gruppe am 3. Oktober zunächst zur Sternwarte Tautenburg. Die lange Verbindung zwischen den beiden Einrichtungen verlieh dem Besuch beim dortigen Tag der offenen Tür eine besondere Note. Ein zusätzlicher Vortrag, eine Führung und zahlreiche weitere Angebote machten diesen ersten Fortbildungstag zu einem gelungenen gemeinsamen Erlebnis.
Zurück in Sonneberg widmeten sich die Teilnehmenden der Physik der Sterne. In vier anschaulichen Mini-Vorlesungen nahm Prof. Dr. Markus Roth die Gruppe mit auf eine Reise von den Grundlagen der Sternphysik bis zu aktuellen Methoden und Erkenntnissen. Besonders wertvoll war dabei der offene Charakter der Gespräche: Es blieb Zeit für Fragen, für gemeinsames Nachdenken und für den direkten Bezug zur Schulphysik.
Auch die Workshops waren von viel praktischem Arbeiten geprägt. An den großen Arbeitstischen der Sternwarte entstanden Lichtkurven, wurden digitale Daten mit der Software „MuniWin“ ausgewertet und Ideen für den Unterricht erprobt. Unter Anleitung von Dipl.-Phys. Mario Ennes konnten die Teilnehmenden nachvollziehen, wie sich die Helligkeitsänderungen veränderlicher Sterne untersuchen lassen. Daneben boten sich besondere Einblicke in die Geschichte der Sternwarte: Einige Gäste hatten die seltene Gelegenheit, historische Astro-Fotoplatten selbst in die Hand zu nehmen und zu untersuchen. Andere testeten Aufgaben für den Unterricht oder bauten Handystative für eigene Astro-Aufnahmen – kleine, praxisnahe Projekte, die sich direkt mit Schülerinnen und Schülern umsetzen lassen.
Der geplante Beobachtungsabend am 4. Oktober musste wegen der Witterung leider ausfallen. Dennoch blieb der Blick zum Himmel ein wichtiges Thema: Dr. Peter Kroll sprach in einem Ersatzvortrag über die Zukunft des Sternhimmels. Die Führungen durch Sternwarte und Astronomiemuseum boten außerdem Gelegenheit, die Instrumente der professionellen und Amateurastronomie kennenzulernen und die Geschichte des Hauses neu zu entdecken. Für viele der Teilnehmenden wurde die Sternwarte Sonneberg damit auch als möglicher Ort für eine Exkursion mit Schulklassen greifbar.
Die positive und offene Atmosphäre, die vielen Gespräche und das engagierte Mitmachen haben diese Fortbildung geprägt. Besonders gefreut hat uns auch die Teilnahme der beiden Lehramtsstudierenden Sasette Greiner und Marc Jürß von der Universität Rostock. Ihr Interesse an der Astronomie zeigt, wie wichtig solche Begegnungen für die nächste Generation von Lehrkräften sein können.
Das durchweg positive Feedback bestärkt das Astronomiemuseum und die Sternwarte Sonneberg darin, das bewährte Zusammenspiel aus Vorträgen, Workshops, Beobachtungen und Führungen fortzuführen. Unser herzlicher Dank gilt allen Mitwirkenden und Teilnehmenden sowie der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für ihre Unterstützung, durch die diese Fortbildung in dieser Form möglich wurde.





















